Autopsie


AutopsieDepuis ma jeune existence, j´ai passé presque plus de temps à réfléchir sur la question de savoir pourquoi l´Afrique jusqu´à ce siècle est restée encore en marge du développement. Et je reste persuadé que beaucoup d´africains sont également préoccupés par cette question. A la recherche d´une éventuelle réponse, il est arrivé que les uns jettent des pierres aux autres, s´accusant mutuellement d´ être la cause de ces malheurs. Certains vont même passer par des guerres fratricides, se décimant par milliers croyant que la réponse s´y trouverait. La question reste hélas posée.

J´ai parcouru en vain des livres toujours à la quête d´un brin de réponse. Pour ne pas baisser les bras, je me rends de l´autre côté du fleuve afin d´observer le continent de loin. De là, j´ai décidé de procéder à une rétrospective. Pour ce faire j´ai dépecé l´Afrique sans épargner une partie de son organe. La grande partie du corps, Depuis l´aube des temps était paralysée par l´une des maladies les plus dramatiques de laquelle elle ne s´est jamais remise et qui a enrayé tout son dispositif immunitaire. L´esclavage a rendu l´Afrique incapable de résister contre d´autres maux. Elle s´affaiblit le long du corps et la colonisation vient s´infiltrer car l´Europe a eu absolument besoin des organes saints et riches en minéraux pour se faire une implantation. Alors le partage a commencé et à la fin, l´Afrique est restée disproportionnée voire handicapée. Ses parties restantes sont maladroitement raccommodées les unes aux autres, provocant de mauvaises cicatrices appelées aujourd´hui frontières. Au delà des grandes rivières, des écoles s´ouvrent pour former de futures médecins en vue de venir à son chevet. Mais ceux-là ont préféré soigner leurs propres corps et l´Afrique sombre dans l´agonie.

Si les africains, à la place d´ affrontements meurtriers, s´ étaient ressaisis puis unis afin de s´acharner sur la question de la léthargie pour en trouver une réponse, l´on ne serait pas là aujourd´hui à faire une autopsie sinon un simple diagnostic.

Une Afrique originellement fertile et dont le produit de la fertilité est mésusé par le phénomène du déséquilibre dans les termes de l´échange, plongeant ses enfants dans une famine chronique. Son cerveau, dépouillé de ses membranes et privé de liberté, n´a pas eu accès à l´instruction nécessaire et souffre aujourd´hui de l´obésité analphabétique. Depuis longtemps l´Afrique a été amputée de l´organe de la validité. Elle a le corps meurtri et engourdi et seul le cœur bien que entaillé continue de battre faiblement au rythme d´un espoir nonchalant.

Seuls le mélange de l´unité avec l´esprit saint, fraternel et solidaire, la tolérance et la raison puis l´éducation aux enfants auxquels on a déjà volé l´enfance, à la place des armes trop lourdes pour leurs bras si maigres, constituera le remède pouvant réactiver le pouls de l´Afrique pour sa résurrection.


Jems Robert Koko Bi

 

Rückkehr der Kinder von Gorée: Eine Performance von Jems Robert Koko Bi


Die Kinder von Gorée Gorée ist eine Insel, die im Westen Afrikas, im Senegal, liegt. Für diejenigen, die die Geschichte Schwarz Afrikas kennen, hat die Insel eine historische Dimension, aber für diejenigen, deren Erinnerung verblasst durch die schnelle Bewegung der Zeit, soll ins Gedächtnis zurückgerufen werden, dass die Insel Gorée nicht nur das Paradies ist, in dem sich Farben, Rhythmen und Bewegungen mischen, und wo sich heute Männer, Frauen und Kinder losgelöst und frei fühlend an der Küste die Sonne genießen.
Gorée ist vielmehr die Wiege einer Geschichte, die jene Zeit, Gesamt-Afrika und auch die ganze Menschheit betroffen hat: die Geschichte der Sklaverei. 

Gorée war das Sammellager von Millionen Schwarzen, die auf die andere Seite des Atlantiks deportiert wurden. Heute tendiert die Evolution dazu, diese Unmenschlichkeit vergessen zu lassen, die für Afrika eine unheilbare Wunde bleiben wird. Aber wenn im Laufe der Zeit jeder nach seine Façon versucht, jene tragische Episode zu vergessen, und wenn Afrika selbst gezwungenermaßen Teil hat an diesem Prozess, so trägt heute Gorée noch die Spuren jener Epoche, besonders durch die Gebäude, die damals dazu gedient haben, Afrikas hoffnungsfrohe Kinder verschwinden zu lassen.

Diese Epoche ist vergangen und das soll so sein. Aber ich nehme mir heute vor, an jene zu denken, nicht um diesen Schmerz wiederzubeleben, sondern im Gegenteil, um eine durch die Kunst gegebene neue Situation entstehen zu lassen. Ich bin ein in Afrika geborener und aufgewachsener Künstler. Heute bin ich auf der anderen Seite des Atlantiks, in Europa, um meine Sicht der Kunst zu erweitern und auch, um andere Kulturen kennen zu lernen. Wenn ich auf der Straße oder auf den Bahnhöfen in Deutschland oder irgendwo auf dieser Seite des Atlantiks unterwegs bin, sehe ich so viele schwarze Menschen, so dass ich mich an Gorée erinnere. 

Manchmal will ich Gorée zurufen und sagen, dass ihre Kinder hier und noch da und auch gesund sind. Aber mein Ruf kommt vielleicht nicht an. Deshalb wollte ich gerne dieses Leben symbolisch auf die andere Seite des Atlantiks, nach Gorée zurückschicken. 100 Köpfe aus rohem Holz gehauen, geschwärzt durch Verkohlung der Außenhaut. Sie sind auf der Insel Gorée verteilt und sind da geblieben als symbolische Rückkehr der Kinder von Gorée. Die Performance wurde in drei Momente aufgeteilt und hat ca. 120 Minuten gedauert. Der erste Teil mit Hilfe eines Bootes, eine Entfernung von ca. 150 m von den Ufern der Insel. An Bord befinden sich eine Gemeinschaft von Schwarzafrikanern und Weißen. Die gehauenen Köpfe sind mit an Bord, mit mir in einem Fischernetz. Im zweiten Teil der Aktion werden die Köpfe mit mir ins Wasser entlassen, das Netz wurde aber von der Gemeinschaft gehalten, während das Boot weiter auf Fahrt war. Es fuhr in Richtung "la Maison des Esclaves" auf die "Tür ohne Rückkehr", zu. Kurz bevor das Schiff die Insel erreicht, wurden die Köpfe, schwarze und weiße, mit mir zusammen ans Ufer gezogen und vom Netz befreit. Dort wurden alle Köpfe in einer langen Reihe aufgestellt, sie gingen durch die "Tür ohne Rückkehr", die danach geschlossen wurde. Die Kinder sind zurückgekommen. Im dritten Teil der Performance haben die Bewohner der Insel teilgenommen. Die Köpfe, die symbolisch für die zurückgekehrten Kinder stehen, suchten die Bewohner in ihren Häusern auf, um von Ihnen adoptiert zu werden.

Jems Robert Koko Bi
"Die Rückkehr der Kinder von Gorée", April 2001